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Unser Lager und Versand hat Weihnachtsurlaub und ist ab dem 10.1.22 wieder geöffnet: Mo. – Fr.: 9:30h-15:00h

Sie können selbstverständlich auch bei uns bestellen: Shop, E-Mail o. Tel. und alles am nächsten Tag in der Liebigstr. oder Glockengasse abholen!

Kelims, Schmuck, und alles andere können Sie im Shop: www.orientales.de

bestellen, reservieren lassen und per pickup abholen oder liefern lassen!

Das Geschäft hat von 9:00 – 18:30 h geöffnet und kann mit Maske betreten werden!

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An alle Schokoholiker!!!

ACHTUNG: in der heißen Sommerzeit können wir nicht dafür garantieren, dass bestellte Schokolade bei Ihnen im Bestzustand ankommt! Also wenn Sie in dieser heißen Zeit Schokoladiges bestellen, dann denken Sie daran, dass wir Ihnen zwar frisch produzierte Ware liefern, aber in einem heißen Zustellfahrzeug die Schokolade auch warm werden kann und vielleicht danach einen Grauschleier zeigt. Dadurch wird die Schokolade nicht schlecht, aber sieht durch die Kristallisation nicht mehr so aus, wie sie von uns angefertigt wurde.

Bitte bestellen Sie nur, wenn Sie dies akzeptieren!

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Aprikosenernte 2021

Entsteinte Aprikosen fertig getrocknet

Im Winter hatte Yusuf, reagierend auf den Klimawandel, alte und wenig tragende Aprikosenbäume gerodet und dafür weiße und schwarze Maulbeerbäume gepflanzt. Dementsprechend fiel die Aprikosenernte gering aus. Glücklicherweise haben die jungen Aprikosenbäume des neuen Gartens einen guten Ertrag und er wird wohl für dieses Jahr reichen. Das Klima in Ostanatolien ist in den letzten Jahren immer trockener geworden und die Niederschläge im Winter oft ohne Schnee, dafür häufig heftiger und schnell abfließend, so dass das Grundwasser kaum aufgefüllt wurde. Maulbeerbäume kommen mit dem geringeren Niederschlag besser zurecht, und können trocken Phasen besser durchstehen. Durch diese Umstellung eines Teils der Plantage wird sich auch in der Sommerzeit die Ernte verändern. Für die Ernte der Maulbeeren und ihrer Verarbeitung werden weniger Helfer benötigt und Rabia und Yusuf freuen sich auf die entspannteren Sommer in den folgenden Jahren!

Schwarze Maulbeeren vor der Reife

Corona ist natürlich auch in der Türkei das bestimmende Thema. Dort wie auch hier gibt es viele ungeimpfte Menschen, die nun vorwiegend die Intensivbetten der Krankenhäuser belegen. Die Regierung wirbt für die dritte Impfung und angeblich gibt es genügend Dosen von Biontech im Land. Allerdings steckt die Wirtschaft in einer kräftigen Krise und die Türkische Lira hat einiges an Wert verloren. Wer Geld hat kauft Dollar oder Euro wartet ab, und entzieht dadurch der Kreislaufwirtschaft Geld, so dass die Wirtschaft noch stärker in die Knie geht. Yusuf und Rabia spüren es an den fehlenden Kunden in den beiden Geschäften in der Stadt. Wir hoffen, dass sich bald die Situation zum Besseren wendet!

weiße Maulbeeren

Sohn Muhamed ist im Herbst ins Gymnasium übergetreten und Rabia und Yusuf hatten sich für eine bessere Privatschule entschieden, wie es für viele aus der Mittelschicht üblich ist. den staatlichen Schulen wird nicht so viel zugetraut, vor allem was die Digitalisierung betrifft. Leyla konnte endlich ihr Studium der Molekular-Biologie «richtig» in der Stadt Elazig beginnen, wohnt nun im Studentenwohnheim, lernt ihre KommilitonInnen kennen und auf eigenen Füßen zu stehen. Elanur ist auch wieder in Rize am schwarzen Meer und hofft, dass Sie bald als Lehrerin fertig wird. Sie interessiert sich sehr für Literatur und liest mit Begeisterung viele Klassiker um mithalten zu können. Sie kommt ja aus einem einfachen Dorf in dem Bildung nicht verbreitet ist, Vater und Mutter sind wie damals üblich nur 4 Jahre in die Dorfschule gegangen! Außerdem interessiert sie sich sehr für Geschichte. Wir sind stolz auf ihre Entwicklung und die Zielstrebigkeit mit der sie ihren Weg geht. Sie wird bestimmt einmal eine gute Lehrerin!

Jede Woche werden Öle gepresst: Aprikosenkernöl, Leinöl, Hanföl sowie Schwarzkümmelöl, immer für Sie frisch!

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Auf und ab in der Coronazeit: Frühjahr 2020

Nach 3 Monaten Lockdown, mit anfangs teilweiser Panik vor dem Unbekannten haben wir uns langsam ans Abstandhalten und die Maske gewöhnt. Die Lockerungen nehmen wir dankbar an und hoffen, dass wir bald Urlaub machen können, und dass kein neuer Lockdown auf uns zukommt!

Für uns war die Anfangsphase im März sehr schwierig. Wir hatten nicht mit den vielen überfallartigen und zum Teil großvolumigen Aufträgen gerechnet, so dass unsere Vorräte nach kurzer Zeit derart schrumpften, dass wir schnell unser Lager auffüllen mussten. Wie häufig in solchen Situationen, stiegen bei den Importeuren die Preise stark an, denn im März stellte sich dazu heraus, dass durch Frosteinbruch in der Osttürkei die Aprikosenernte wohl schlecht ausfallen wird. Die höheren Einkaufspreise haben wir nicht alleine auffangen können, und mussten teilweise die Verkaufspreise anheben. Nun nach den 3 Monaten sind die Bestellungen wieder «normaler» geworden. Unser Lager ist gut gefüllt und wir können wieder bis auf wenige Ausnahmen alle Bestellungen wie gewohnt spätestens am nächsten Tag senden.

Wir haben unsere Ölmühle mehr genutzt und bieten Ihnen jetzt auch Lein- und Hanföl sowie Lein- und Hanfsamen an. Zusätzlich haben wir noch für die Grundversorgung Hülsenfrüchte und Bulgur in unser Programm aufgenommen. Da wir keine süßen Aprikosenkerne mehr importieren konnten, sind wir auf Mandeln umgestiegen.

Durch das Verbot in der EU bittere Aprikosenkerne an den Endverbraucher abzugeben, haben wir auf Aprikosensamen umgestellt und diese importierten Samen sind leider zum größeren Anteil süß gewesen. Das lag einfach daran, dass die Bauern ihre Samen nicht mehr in bittere und süße Kerne sortiert hatten! Nun haben wir wieder Lieferanten gefunden, die nach unseren Vorgaben sortiert haben, und diese gute und bittere Qualität können wir Ihnen ab der 2. Junihälfte anbieten!

Im Euphrattal sind die schweren Erdbebenschäden vom Januar zum großen Teil wieder beseitigt und auch viele Häuser neu gebaut worden oder sind noch in Arbeit. Auch Schäden auf unserer Plantage werden von Yusuf und seinem Helferteam ausgebessert oder auch ganz neu gebaut. Dazu gehören vor allem Stützmauern an Wegen, die wir vor vielen Jahren mit Natursteinen und Lehm und nicht mit Beton gemauert hatten, um Insekten viele Nistmöglichkeiten zu bieten. Die Erde ist allerdings im Euphrattal noch nicht zur Ruhe gekommen und immer wieder gibt es Erdstöße, glücklicherweise ohne größere Schäden anzurichten.

Auch bei uns wird dieses Jahr die Ernte geringer ausfallen, aber wir hatten im letzten Jahr noch einen schönen Garten vom Nachbar dazugekauft, so dass wir hoffen, den geringeren Ertrag durch den Frostschaden im Frühjahr etwas ausgleichen zu können.

Auch in der Türkei sind die Menschen von Corona betroffen. Die Regierung hatte dem Land auch einen zeitweise Lockdown verordnet und so die Situation ähnlich wie bei uns etwas entspannen und lockern können. Bis es aber wieder «normaler» wird, müssen wir noch etwas warten. Doch auch hier sinkt die Erkrankungsrate und wir warten darauf, dass Flüge wieder möglich sein werden. Rabia und Yusuf haben sich aufgeteilt: Rabia ist mit den Kindern in Malatya geblieben und kümmert sich um die zwei Geschäfte. Yusuf ist auf der Plantage und führt die oben beschriebenen Arbeiten durch, und schon in etwa zwei Wochen wird die neue Aprikosenernte beginnen! Die Maulbeeren reifen auch schon.

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Trauer im Euphrattal

Liebe Garten Eden Freundinnen und Freunde,

als ich am Freitagabend zum ersten Mal von einem Erdbeben in der Osttürkei erfuhr, war die Befürchtung groß, dass auch wir mit unserer Region betroffen sind! Ein Anruf bei Yusuf bestätigte die Sorge: unser Ciro- Tal liegt ca. 50 km vom Epizentrum entfernt. Zum Glück für uns, war Mohamed mit seiner Familie nicht auf der Plantage und auch Yusuf ist mit Rabia und den Kindern in Malatya. Glücklicherweise ist unser Haus in Malatya erdbebensicher bis zu einer Stärke von 10 erbaut worden. Die Familie war um 21 Uhr im Haus versammelt als das schwere Beben ca. 15 Sek. anhielt. Das Haus wackelte so stark, das das Geschirr aus den Schränken flog und Schränke umfielen, aber glücklicherweise wurde niemand verletzt.

Die Nachricht aus unserem Tal war allerdings recht traurig: 2 Freunde aus Gökce, ca. 10 km entfernt, sowie 3 Tote in Doganyol, unsere Provinzhauptstadt, sowie viele eingestürzte oder unbewohnbar zerstörte Häuser auch in unmittelbarer Nähe unserer Plantage bei unserem Nachbarn ist das traditionell erbaute Elternhaus zusammengebrochen, sowie das Haus des Neffen von Fischer Mehmet . Auch hier ist glücklicherweise niemand in den Häusern gewesen. Unser Haus auf der Plantage hat nur ein paar kleinere Risse abbekommen und steht noch recht stabil.

Das 3-stöckige Haus von Yusufs Schwester Nürsel ist unbewohnbar und muss abgerissen werden. Jetzt nach 4 Tagen zeigt sich, dass trotz der großen Stärke des Bebens und der vielen zerstörten Häuser doch relativ wenig Opfer zu beklagen sind. Relativ deshalb weil z.B. das Große Beben 1999 in Gölcük nahe Istanbul mit mehr als 18.000 Tote und 50.000 Verletzten eine Riesenkatastrophe war.

Offiziell sind jetzt 41 Tote und mehr als 1.000 Verletzte zu beklagen. Belastend ist es für die Leute, weil noch fast 1.000 Nachbeben kamen und immer noch kommen, darunter auch einige heftige Stöße. Das bedeutet, dass das schwere Trauma auf hohem Niveau anhält!

Wir trauern mit den Menschen und hoffen, dass die Erde sich bald beruhigt und ein Wiederaufbau starten kann, und das Trauma dadurch etwas nachlässt.