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Nomadenschmuck

In der Galerie finden Sie neben Figuren und Silberschmuck auch wunderschöne Bernstein- und Korallenarbeiten.

Der Silberschmuck der Nomadenvölker des Orients fasziniert durch seine Ausdrucksstärke und wurde damit zu einem beliebten Sammelobjekt in der westlichen Welt.

 

In den Herkunftsländern dagegen liegt neuer, in Manufakturen hergestellter Goldschmuck bei den Frauen höherer Wertschätzung. Der Goldschmuck hat damit den Silberschmuck fast vollständig abgelöst.

 

Gold war das Material des Teufels und nur höchsten Würdenträgern zugebilligt, da sie die Kraft besaßen ihm zu wiederstehen.

Der Schmuck hatte mehrere Aufgaben zu erfüllen:

Zum einen zeigte er den sozialen Stand, Nomaden horteten ihren Reichtum nicht in Schatullen, sondern das Geld, meist waren es früher Silbermünzen, das übrig blieb, wurde zum Silberschmied gebracht, der auf Bestellung den Stammesschmuck herstellte.

 

Die Frauen und Kinder wurden mit diesem Schmuck beschenkt und erhöhten damit auch die Stellung des Mannes in der Stammesgesellschaft.

 

Zum anderen wurde er getragen als Amulett. Durch seine spiegelnde Wirkung, die Kraft seiner Symbole, den bunten Glasperlen oder Steinen schützte er direkt vor allem Unheil und Bösem. Das mag mancher als Aberglauben abwerten, aber oben auf den Bergen gibt es keinen Arzt der schnell Penicillin zur Hand hat, oder einen Blinddarm operieren kann.

Der Glauben an diese Kraft stärkt den Glauben an sich selbst, schafft gesundes Selbstvertrauen, und damit eine schützende Aura. Wer jemals das gesunde Selbstvertrauen dieser Menschen erfahren hat, versteht warum sie mit Leichtigkeit den schmalen Pfad in der steilen Felswand besteigen, während uns abgeklärten Westlern allein vom Anblick schon schlecht wird.

Die äußere Form eines Schmuckstückes bestimmt ihn schon als Amulett.

Dann kann mit Ornamentik und buntem Steinbesatz die Wirkung noch potenziert werden. Die höchste Kraft kann ein Behältnis mit besonderem Inhalt besitzen. Dieser Inhalt kann von heiliger Erde stammen, eine Sure aus dem Koran oder andere Worte der Kraft von einem Schriftkundigen aufgeschrieben beinhalten. Häufig bestimmt der Stammesschamane den Gegenstand des Schutzes und der Heilung.

Als Behältnis wird oft ein ca. 1-2 cm starkes Silberrohr verwendet, das an einer Seite geöffnet werden kann. Behältnisse können auch fest verschlossen sein.

Das Dreieck ist ein starkes Amulett. Es wurde schon in der Steinzeit an die Wände gemalt und stellt symbolhaft die große Erdmutter dar. Was gibt es Beschützenderes als die große Göttin des Lebens!

Die Hand ist ein weiteres Schutzsymbol mit starke abwehrender Wirkung. Wenn etwas Bedrohliches auf uns zukommt, schützen wir uns unwillkürlich mit der Hand. Sie fehlt an keinem Auto oder LKW. Die abgeklatschte Hand ziert häufig die Eingangstür. Die Hand der Fatima ist ein beliebtes Schmuckstück.

Auf Rechtecken wird oft etwas Geschriebenes, oder magische Zahlen geritzt. Anhängsel wie etwa Silbermünzen vertreiben durch ihr klingen böse Geister.
Bunte Glasperlen oder Steine schützen durch ihre Farbe. Die rote Farbe schützt vor Blutverlust, blaue Perlen sollen vor dem bösen Blick bewahren, Bernstein schützt vor Erkältungskrankheiten und ist gut für die Milchzähne.

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Textilien

Bänder und Tücher, edle Tischdecken und Kissen

Wir haben eine kleine, aber feine Sammlung von antiken Truhentüchern und Textilien aus dem Orient.

Einen besonderen Anteil haben die türkischen Stickerein (Peschgin, Yaglik). Die sehr fein mit Seide, Gold- und Silberfäden gestickten Tücher hatten einen sehr hohen Stellenwert und waren als Geschenke bei den Gesandten des osmanischen Hofes sehr begehrt.

Eine kleine Sammlung alter, sehr fein gewebter Tücher aus Laos
Wir bieten eine Auswahl an Suzanis der Lakai aus Usbekistan und noch viele weitere Textilien wie z. B. afrikanische Gewebe aus Raphia, oder Tücher der Kazaken.

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Tablets & Gefäße

Wir führen eine feine Auswahl an Tabletts und Gefäßen aus Kupfer, Messing und Holz

Aus dem Orient kommen nicht nur Teppiche, sondern auch fein gearbeitete Metall- und Holzarbeiten. Wir haben eine Auswahl an alter, gut erhaltener und interessanter Haushaltsgegenstände wie Kaffee-Röster, Kaffee-Kühler, Tabletts, Gefäße….

Yoghurtgefäß 19. Jh. ca. 30 cm

Jede Familie auf dem Land verfügte über eine stattliche Anzahl an Gefäßen und Tabletts meist aus Kupfer oder auch Messing. Das Kupfer wurde bis ins 19.Jh. aus Kupfer-Blöcken zu den unterschiedlichen Gefäßen getrieben. Die reicheren Besitzer ließen ihre Tabletts mit den regionstypischen Muster verziert, die sich im Laufe der Jahrhunderte änderten. Mancher Meister hinterließ noch sein Signe, oder schrieb die Jahreszahl und den Namen des Besitzers mit hinein. Alle Metallwaren wurden beim Verzinner auf einer Holzkohlen-Esse verzinnt. Zum einen wird damit das Kupfer und damit Kupferoxid vom Benutzer ferngehalten, zum anderen bekam es ein silbernes Aussehen.

 

Kupfertablett 16. Jh., ca. 60 cm

 

Durch die ständige Benutzung und Reinigung nutzte sich diese dünne Schicht ab und wurde beim nächsten Stadtbesuch wieder neu verzinnt.
Leider schwindet dieser Teil der Kultur rappide und damit auch der Beruf des Verzinners. Die jungen Frauen bekommen als Aussteuer keine Kupfertöpfe und Tabletts mehr, sondern Edelstahl ist angesagt! Nur auf dem Land findet man noch die großen Kupfertöpfe (bis 60 cm), in denen die Milch erhitzt wird, oder in denen bei großen Feiern das Essen für das ganze Dorf bereitet wird. Die alten Tabletts, die vor allem als Tisch verwendet wurden, findet man auch auf dem Land nur noch sehr selten.
Bei uns in der Galerie finden Sie noch eine kleine Auswahl an interessanten alten und antiken Gefäßen und eine große Auswahl an alten Kupfertabletts zurückreichend bis ins 16. Jahrhundert mit schönen Mustern aus den jeweiligen Kunststilen der unterschiedlichen Länder des Orients.
Dazu gehören auch die entsprechenden Untergestelle aus Holz.

 

Tablett mit gedrechseltem Ständer

 

Holz wurde für verschiedene Zwecke verarbeitet. Bei den Nomaden war Holz wie auch Kupfer für Haushaltsgegenstände beliebt, da es lange hielt. Löffel und Schöpflöffel findet man heute noch aus Holz, Behältnisse für Zucker, Mokka oder Tabak wurden aus Holz gefertigt und oft auch schön verziert. Holzschüßeln waren und sind noch heute in Nordafrika weit verbreitet. Sie waren immer sehr wertvoll und wurden wenn sie beschädigt waren wieder repariert.
Wir haben eine feine Sammlung verschiedener Gebrauchsgegenstände und Türen aus Holz.

 

Palasttüren Kamerun, ca. 180 cm
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Restaurierung

Lohnt sich das überhaupt?

Was mache ich, wenn sich am Teppich Auflösungserscheinungen zeigen?
Kann ich selber etwas tun?
Was muss ich beachten, um den Schaden und Wertverlust gering zu halten.

Vor einigen Jahren haben Sie einen Teppich erworben und dem Verwendungszweck entsprechend genutzt. Nun stellen Sie fest, dass sich, oft an den Rändern, Auflösungserscheinungen zeigen. Sehr gefährdet sind die Enden mit ihren Fransen und die seitlichen Ränder, sei es durch das häufige Belaufen oder das Saubermachen und Saugen.

Fransen lösen sich, zumal wenn sie abgeknotet oder geflochten waren. An diesen erhabenen Stellen bleiben die Schuhabsätze leichter hängen und auch die Staubsaugerdüse ist nicht unerheblich beteiligt.

Wenn die Fransen abreißen, dann haben die Schussfäden keinen Halt mehr und sie werden sich bald an den entsprechenden Stellen lösen. Handelt es sich um einen geknüpften Teppich, dann lösen sich mit der Zeit auch die Knoten und die Restaurierungsarbeiten werden sehr aufwändig und teuer.

 

gelöste Fransen (Kettfäden), die häufigsten Schäden an Teppichen. Hier wird eine neue Sicherung durchgeführt, um den Teppich vor weiteren Schäden zu schützen.

Diese Sicherung an den Enden eines Teppichs ist der Knopflochstich. Er wird vor allem angewendet, wenn vom Teppich so viel wie möglich erhalten bleiben soll.

 

Damit es nicht so weit kommt, können Sie einfache Sicherungsmaßnahmen selbst durchführen. Nehmen Sie eine Nadel und einen Faden Zwirn und umwickeln damit die schadhafte Stelle. Auch wenn es nicht schön aussieht, aber damit haben Sie den Status quo gesichert und es wird erst einmal nicht schlimmer.
Wenn allerdings schon richtige Löcher oder Risse entstanden sind, dann darf der Teppich nicht mehr benutzt werden, sonst steigen die Kosten erheblich in die Höhe.

Kettfäden sind nachgezogen worden

 

Die Hälfte ist nachgeknüpft und die Wolle wird geschnitten

 

Die fertige Restaurierung

 

Warten Sie nicht länger und zeigen den Teppich einem erfahrenen Teppichrestaurator. Er wird den Teppich vom Wert her einschätzen und anschließend die verschiedenen Restaurierungsmöglichkeiten mit Ihnen besprechen. Handelt es sich um einen schweren Teppich, dann bitten Sie den Restaurator zu Ihnen in die Wohnung zu kommen. Für eine erste Einschätzung reichen auch ein paar aussagekräftige Fotos.

Generell gilt: je länger Sie warten, umso größer wird der Schaden und umso höher steigen die Kosten.

 

Ein großes Loch vor der Restaurierung 

 

nach der Restaurierung

 

Vor einer Restaurierung sollte ein Teppich gewaschen werden, damit bei der Restaurierung die passenden Farben gewählt werden können.

Haben Sie einen Teppich geerbt, der durch die lange Nutzung schon sehr gelitten hat und erhalten werden soll? Sind frühere Restaurierungsstellen ausgeblichen, der Flor schon bis auf den Knoten abgetreten?
Haben Sie Wollmotten in Ihren Teppich entdeckt? Geraten Sie nicht gleich in Panik! Rufen Sie uns an, wir kümmern uns professionell darum. Wir entmotten ohne die chemische Keule und zeigen Ihnen, was Sie gegen Motten unternehmen können und müssen!

Wollen Sie selber Restaurierungsarbeiten durchführen, dann zeigen wir Ihnen wie es geht und helfen bei Schwierigkeiten.

Sprechen Sie uns an, es gibt immer eine passende Lösung!

In unserer Restaurierungswerkstatt werden alle Arten von Teppichen restauriert. Sollte der Schaden sehr groß sein, und die Restaurierung sehr teuer werden, dann ermöglichen wir eine Restaurierung bei professionellen Restauratoren in der Türkei, die in ihrem Fach wahre Künstler sind. Bei antiken Teppichen wird mit Wolle aus antiken Kelims gearbeitet, so dass Sie sich schwer tun die restaurierte Stelle wieder zu finden! Die Kosten sind in der Regel nur halb so hoch wie in Deutschland.
Sprechen Sie uns an.

 

Umfassende Restaurierung eines antiken kaukasischen Teppichs. Die Längsseiten wurden wieder in den Originalzustand versetzt und die Schmalseiten gesichert. Alte ausgeblichene Restaurierungen haben wir entfernt und mit naturfarbener Wolle nachgeknüpft. 

 

So ist der antike Teppich wieder eine Augenweide für Ihr Heim und für den Boden geeignet.

 

Wir haben rutschhemmende Teppichunterlagen (auch für Fußbodenheizung geeignet) und schneiden sie passgenau für Ihren Teppich zu. Solch eine Unterlage schützt Ihren Teppich vor allem bei harten Böden wie Parkett oder Fliesen.

 

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Teppichwäsche

Einen Teppich waschen, kan ich das selber machen?

 

Wann sollte ein Teppich gewaschen werden?

Eins vorweg: versuchen Sie bitte nicht den Teppich selber zu waschen! Ein Wollteppich saugt sehr viel Wasser auf und aus einem 30 kg Teppich werden leicht mehr als 100 kg! Er wird nur sehr langsam trocken und die Gefahr von Verfärbungen ist sehr groß. Überlassen Sie es bitte einem Fachmann!

 

Grundsätzlich sind Wollteppiche gegenüber Baumwollteppichen relativ unempfindlich gegen Verschmutzung. Wolle schützt sich durch das Wollfett Lanolin und stößt, solange das Fett noch wirksam ist, Schmutz ab. Baumwolle besitzt kein Fett und zieht Schmutz geradezu an. Er ist also für einen Bereich, in dem er schnell Flecken bekommen kann eher ungeeignet.
Ein Teppich, der im Eingangsbereich liegt, ist einer stärkeren Verschmutzung ausgesetzt, als ein Teppich, der als Bettvorleger genutzt wird. Ein Teppich im Schlafzimmer braucht vielleicht gar nicht gewaschen werden. Im Eingangsbereich muss er öfter gewaschen werden.
Warum muss der Teppich überhaupt gewaschen werden, obwohl er doch nicht schmutzig aussieht. Wenn nicht, wie im Orient üblich, konsequent an der Haustür die Schuhe ausgezogen werden, dann trägt jeder Gast für Sie kaum bemerkbar feinen Sand mit in die Wohnung. Dieser feine Sand fällt in den Teppichflor und dort auf den Grund des geknüpften Teppichs zum Knoten. Dieser feine Sand lässt sich nicht heraussaugen. Wer jemals einen Teppich über einer Teppichstange mit dem Teppichklopfer geklopft hat, kann sich bestimmt gut daran erinnern, dass auch nach einer Stunde schweißtreibender Arbeit immer noch viel Staub aus dem Teppich wie am Anfang kommt. Je dichter der Teppich geknüpft ist, oder je länger der Flor ist, umso schwieriger ist es den Staub und den Sand heraus zu bekommen.
Was passiert nun wenn der Staub und Sand im Teppich verbleibt?
Durch das Belaufen wird der anfangs durch das Wollfett elastische Flor heruntergedrückt. Gleich danach richtet er sich wieder auf. Diese mechanische Belastung macht er über viele Jahre mit, je qualitativ besser die Wolle um so länger. Wenn nun durch den Staub oder aggressive Waschmittel das Wollfett gebunden wird, lässt die Elastizität der Wolle stark nach. Wenn nun auch noch am Knoten sich Sand angelagert hat, dann schmirgelt dieser Sand zusätzlich mit jedem Schritt an der Wolle. Irgendwann bricht der Wollfaden ab, und der Flor geht verloren. Zurück bleibt nur der Knoten. Ein geknüpfter Teppich wird also nicht langsam von oben abgetreten, sondern er verliert den Flor vom Knoten an.

Eine gute Teppichwäscherei sollte bevor der Teppich gewaschen wird ihn also zuerst entstauben. Danach ist er erst bereit für eine gründliche Wäsche mit Wasser und speziellem Waschmittel, das die Flecken und Schmutz entfernt, aber gleichzeitig das Verlaufen der wasserempfindlichen Farben verhindert. Anschließend wird ihm ein saures Milieu gegeben und mit Wollfett rückgefettet. Solch ein gewaschener Teppich ist wieder weich und geschmeidig und hält die Belastung mit den Füßen wieder eine zeitlang aus.

Nach wie vielen Jahren sollte man also einen Teppich waschen?

Es hängt natürlich, wie eingangs schon geschrieben davon ab, wie stark er belastet wird. Als Richtschnur kann man sagen:
Ein Wohnzimmerteppich sollte unabhängig von sichtbaren Flecken alle 10 Jahre, ein Läufer im Flur alle 5 Jahre gewaschen werden. Kommt der Besuch mit Straßenschuhen, dann kann es schon zwischendrin nötig werden.

 

Kann ich meinen Teppich selber waschen?

In der Regel nein. Mehrere Gründe sprechen dagegen:
Ein Teppich saugt sich mit Wasser voll und wiegt ein Mehrfaches des ursprünglichen Gewichtes, das können bei einem großen Teppich leicht mehr als hundert Kilogramm sein. Er ist dann nicht mehr zu händeln. Da Sie ihn nicht schleudern können, ergibt sich die Gefahr des Verlaufens der Farben. Dies kann schon beim Waschen passieren. Rot verläuft sehr leicht und meist wird dann Weiß in rosa verfärbt. Solche Verfärbungen lassen sich in der Regel nicht mehr entfernen!
Besser ist es den liegenden Teppich mit Essigwasser (1:1 Haushaltsessig und Wasser) und einem damit benetzten weißen Baumwolltuch abzureiben. Wenn das Tuch schmutzig geworden ist, dann nehmen Sie eine saubere Stelle mit der Sie weiterarbeiten.
Dies kann man durchaus einmal im Jahr machen. Haben Sie die Möglichkeit den Teppich im Schnee umgedreht auszuklopfen, dann wäre dies anschließend ein guter Zeitpunkt für einen Essigabrieb.

Nehmen Sie bitte niemals Teppichschaum oder scharfe Reinigungsmittel! Die richten mehr Schaden als Nutzen an.

Behandeln Sie Ihren Teppich sorgsam, so wird er Ihnen ein Leben lang viel Freude schenken.

Bei uns wird jeder Teppich erst einmal auf Schäden begutachtet und Flecken vorbehandelt. Anschließend wird er gründlich entstaubt und dann dem Zustand entsprechend mit Wasser und speziellen Wollwaschmitteln schonend gewaschen. Nach der Wäsche wird er wenn nötig mit Essigwasser behandelt und zum Schluss mit Wollfett rückgefettet und der Flor in Knüpfrichtung gebürstet.
Nach der Trocknung hat der Teppich nicht nur den Schmutz verloren, sondern die Farben leuchten wieder und er fühlt sich weich und geschmeidig an.
Bevor wir Ihnen den Teppich zurückgeben, wird er noch einmal gründlich kontrolliert und eventuell vorstehende Fäden ins Gewebe gezogen oder gekürzt.

Sprechen Sie uns an, wir holen die Teppiche auch bei Ihnen ab und bringen sie sauber und mit frischem Glanz zurück.

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Pflege/Wäsche/Restaurierung

Für Teppichwäsche und Restaurierung ist das Geschäft geöffnet 0941-560169 info@orientales.de

Wie gehe ich mit dem wertvollen Teppich um

Der Orientteppich, zumal ein Kelim, sollte mit besonderer Aufmerksamkeit bedacht werden. Was muss beim Saugen oder Ausschütteln beachtet werden? Wie gehe ich vor, wenn ein Malheur geschehen ist?

Was kann einen Teppich beeinträchtigen oder gar zerstören?

Die Nutzungsfläche eines Teppichs besteht zum großen Teil aus Wolle, manche aus Seide, wenige aus Baumwolle oder Ziegenhaar.
Wolle beinhaltet Wollfett (Lanolin), dass die Faser elastisch hält. Alles was dieses Fett entfernt oder bindet ist schlecht für die Wolle. Falsche Wäsche, (aggressive Waschmittel, Teppichschaum) oder Staub und Schmutz binden das Wollfett und die Folge ist, das die Faser brüchig wird.
Durch das Hinüber laufen, wird der Flor eines geknüpften Teppichs nieder gedrückt und er richtet sich selbst wieder auf. Durch diese mechanische Belastung entsteht der Verschleiß, (s. a. Teppichwäsche).
Bei einem Kelim ist die mechanische Belastung anders, weniger durch das Belaufen, als durch Reiben und Schaben (unruhige Füße) wird die flache Oberfläche aufgerieben und Beschädigt. Geschieht dies immer an gleicher Stelle (Schreibtisch, Stuhl, Sitzplatz), wird bald die Oberfläche (Schussfaden) abgerieben und der meist weiße Kettfaden kommt zum Vorschein. Hier muss bald restauriert werden, sonst wird auch der Kettfaden beschädigt und der Restaurierungsaufwand wird gleich erheblich größer.
Besonderer Gefahr sind die Ränder ausgesetzt, dadurch dass der Teppich zum Boden erhaben liegt, und der Schuh dadurch eher an der Wolle schabt.
Manche Teppiche haben geknotete, gezopfte oder netzartig geknotete Fransen (Kettfäden). Auch diese Kettfäden werden durch das Belaufen stärker belastet, so dass sie reißen können. Bald werden sich dann die Schussfäden oder auch der Knoten lösen und der Restaurierungsaufwand wird groß.

Staubsaugen:
Von Zeit zu Zeit muss ein Teppich gesaugt werden. Grundsätzlich sollte nicht mit einer Klopfbürste (rotierend Bürsten) gesaugt werden, weil dadurch der Materialabtrag erheblich beschleunigt wird. Stellen Sie bitte keine hohe Saugleistung ein, da auch dies zum schnelleren Verschleiß führt.
Bei einem Knüpfteppich immer mit dem Flor und nicht dagegen saugen.
Bei einem Schlitzkelim eher diagonal saugen, um die Saugdüse nicht in den Schlitzen zu verhaken und die Kettfäden zu zerreißen.

Ausschütteln:
Ein Teppich kann leicht ausgeschüttelt werden. Allerdings sollte man ihn an der Längsseite festhalten und nur schütteln. Ganz schlecht ist das Festhalten an der Fransenseite und noch schlimmer wenn er mit Kraft ausgeschlagen wird. Das dabei entstehende Zurückschlagen lockert unweigerlich die Befestigung und zerreißt die Kettfäden!

Ein Malheur:
Flüssigkeit ist über den Teppich verschüttet worden!
Erst einmal die Flüssigkeit mit Tüchern aufnehmen, eventuell auch ein Tuch unter den Teppich legen. Bitte kein Salz verwenden. War es Wasser, den Teppich trocknen lassen. Bei Färbendem wie, Rotwein, Kaffee und Saft sollte unter den Teppich Tücher gelegt werden und von oben der Bereich am Besten mit Mineralwasser, oder doppelt verdünntem Essigwasser s.u. (wegen der Säure) übergossen werden. Wieder abtrocknen und eventuell das Übergießen wiederholen.
Wenn ein Fleck zurückgeblieben ist, dann sollte der Teppich bald zu einer Teppichwäscherei gebracht werden. In dem Fachbetrieb wird der zurückgebliebene Fleck in der Regel wieder entfernt.
Je länger gewartet wird, umso schwieriger wird es den Fleck zu entfernen!

Wachsflecken mit einem Papiertuch und heißem Bügeleisen aufsaugen, gegebenenfalls wiederholen bis das Wachs vollständig vom Papier aufgesogen wurde.

Essensreste mit dem Messer vorsichtig abtragen und mit Essigwasser (1 Tasse Essig und 1 Tasse Wasser) abreiben. Mit Essigwasser und einem Tuch kann man auch eine oberflächliche Reinigung durchführen.
Im Winter kann man den Teppich mit der rechten Seite in den Schnee legen und leicht klopfen, eventuell ein zweites mal den Platz wechseln. Der Schnee bindet hervorragend den heraus fallenden Staub und der Schnee hat eine gewisse reinigende Wirkung.

Wollmotten, Wollkäfer:
Bei Teppichen, die wenig benutzt werden, an der Wand hängen oder unter dem Sofa oder Schrank ect. liegen besteht die Gefahr, dass Teppichschädlinge sich niederlassen. Eine Motte oder ein Käfer frisst keine Wolle, sondern nur die aus den Eiern geschlüpften Raupen sind die Übeltäter. Da diese Raupen relativ empfindlich sind, legt die Motte in der Regel die Eier an Stellen ab, die nicht belaufen werden und nach Möglichkeit sich im Dunkeln befinden. Hier sollte von Zeit zu Zeit auch die Rückseite abgesaugt werden.
Stellen Sie einen Befall fest, (Raupen, Flor der verschwunden ist, oder gar Löcher) dann nicht in Panik verfallen und die chemische Keule schwingen, sondern erst einmal den Teppich gründlich auch von der Rückseite absaugen. Hat man die Möglichkeit, dann den Teppich in die Sonne legen, nach einem Tag umdrehen. Im Winter mit starkem Frost nach draußen legen, wenn es geht mehrere Tage.
Die Stelle wo der Teppich gelegen hat absaugen (meist liegen dort kleine, harte, schwarze Kotkügelchen), dann mit Essigwasser abwischen.
Ist es ein kleinerer Teppich, dann können Sie, wenn vorhanden, ihn in eine Gefriertruhe legen. Da Wolle gut isoliert, sollte er mindesten 10 Tage darin bleiben.
Haben Sie diese Möglichkeiten nicht, dann bringen Sie den Teppich in eine Teppichwäscherei, die sich mit diesem häufig auftretenden Phänomen auskennt.
Ob in der Sonne oder in der Kälte, der Teppich sollte anschließend gewaschen werden.
Bitte kontrollieren Sie auch andere Teppiche, vor allem die mit den oben genannten Risiken (Ruhe und dunkel), durchforsten Sie auch Ihren Kleiderschrank nach Wollkleidung und überprüfen Sie die Sachen, vor allem, wenn sie schon länger unbenutzt im Schrank liegen (Wollsachen nach dem Winter…).
In unserem Betrieb haben wir eine große Gefriertruhe, die den Motten und Käfern zuverlässig den Garaus macht!

ACHTUNG
Wolle hat nichts gegen Wasser, aber sie muss wieder trocknen können!
Unter einem Blumentopf, Vase oder einem Zimmerbrunnen kann in der Regel die Feuchtigkeit nicht verdunsten und dann wird die Wolle schimmeln und morsch werden. In der Regel ist nicht mehr viel zu retten, hier hilft nur die teure Restaurierung oder eine Neuanschaffung!

Verfärbungen:
Viele Farben sind nicht sehr zuverlässig auf der Wollfaser gebunden, so dass bei Tropfnässe Verfärbungen entstehen können. Häufig entstehen Verfärbungen durch eine Heimwäsche in der Badewanne oder auf der Terrasse. Es ist in der Regel nicht möglich diese Verfärbung wieder zu entfernen.

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Herkunft

Die Herkunft unserer Teppiche spannt einen großen Bogen von Marokko bis nach Zentralasien. Dies ist gleichzeitig der Wanderbereich der großen orientalischen Nomadenvölker.

Für diese Völker gehörte der gewebte und geknüpfte Teppich, die Taschen und Kissen zum wichtigen Bestandteil Ihres Daseins. Eine Braut, die als Aussteuer einen großen Bestand an Teppichen in die Ehe mitbringen konnte, war sehr begehrt und es mußte ein entsprechender Gegenwert an Tieren von dem Bräutigam an die Brautfamilie übergeben werden.

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Nomadenteppiche

Nomaden- oder Dorfteppiche.

Diese Teppiche wurden nur für den Eigengebrauch hergestellt, im Gegensatz zu den Manufakturteppichen, die von den Händlern in Auftrag gegeben wurden um sie zu verkaufen.

Händler lassen nur das produzieren, was sich auch verkaufen läßt, ein Eingriff in Muster wie auch Farben ließ sich nicht vermeiden, und dies schon seit dem Beginn der Maßenproduktion vor 300 Jahren.
Die Muster und Farben der Nomadenteppiche war wichtiger Bestandteil der Identität nach innen und der notwendigen Abgrenzung nach außen.
Niemand käme zum Beispiel auf die Idee die Tracht eines anderen Stammes zu tragen.
Der Ursprung der Symbole und Farben liegt in der Anfangszeit unserer Kultur und war schon im Neolithikum ausgestaltet. Auch in archaischer Zeit waren die großen Fragen unserer Herkunft, des Daseins und der Tod wesentlich. Die große Mutter des Lebens musste den Menschen wohlgesonnen sein, um das Fortbestehen des Stammes zu sichern. Ein Großteil der Muster beinhaltet dieses Thema. Diese Symbole waren so ausdrucksstark, dass sie auch in der islamischen Zeit überdauerten, auch wenn die ursprüngliche Bedeutung nicht mehr erkannt wird.
Der Erhalt dieser Teppiche liegt uns am Herzen, und Sie können in unserer Galerie eine kleine aber feine Sammlung dieser überaus wichtigen alten Teppiche bewundern.
Wir freuen uns über Ihren Besuch.

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Angebote

Hier finden Sie besondere Angebote zu unserem 38-jährigem!

Bakthiari-Tasche, Mischtechnik, Iran, Anfang 20.Jh., 1,84 x 0,88 cm
normal: 1990 EUR jetzt: 1290 EUR

 

Maimana-Hauptteppich, gewebt, Naturfarben, Nordafghanistan,
Anfang 20.Jh., 2,70 x 2,16 cm
normal: 890 EUR jetzt: 579 EUR

 

Yagcebedir,gewebt, Westanatolien, 1. Hälfte 20Jh., 2,45 x 1,64 cm
normal: 2290 EUR jetzt: 1489 EUR

 

Afschar-Sofreh,gewebt, Essdecke, Iran, 1. Hälfte 20Jh., 1,20 x 1,00 cm
normal: 1190 EUR jetzt: 775 EUR

 

Fethiye,gewebt, Südwestanatolien, Mitte 20Jh., 2,32 x 1,31 cm
normal: 1690 EUR jetzt: 1099 EUR

 

Sivas,gewebt, Ostanatolien, 1. Hälfte 20Jh., 3,36 x 1,45 cm
normal: 1290 EUR jetzt: 839 EUR

 

Malatya-Cual (Tasche geöffnet), Mischtechnik, Ostanatolien, Türkei, Anfang 20.Jh., 1,40 x 1,14 cm
normal: 890 EUR jetzt: 579 EUR

 

Beludsch, , Afghanistan, 1.Hälfte 20.Jh., 2,83 x 1,60 cm
normal: 1290 EUR jetzt: 839 EUR

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Kelims

Alte und antike Flachgewebe

Kelims sind flachgewirkte Teppiche. Sie werden in unterschiedlichen Techniken gewebt. Der größte Teil besteht aus der Schlitzkelim-Technik.

 

Die vertikal auf den Webrahmen aufgespannten Kettfäden, meist aus Wolle oder Baumwolle, manchmal aus Ziegenhaar, bilden das Gerüst, in das die Schussfäden aus Wolle horizontal über und unter den Kettfaden eingelegt werden. Dort wo das Muster endet, wird zwischen zwei Kettfäden der Schussfaden zurückgeführt. An dieser Stelle entsteht ein Schlitz.

 

Diese Schlitze lassen sich gut erkennen, wenn der Kelim gegen Licht gehalten wird. Der Schlitzkelim zeigt ein sehr klares Muster.
Vorwiegend im Iran wird der Schlitz vermieden, indem zwei Farben um den gleichen Kettfaden geschlungen werden. Diese Kelims sind fester, aber das Muster wirkt dadurch leicht verschwommen.

 

Ein kleinerer Teil der Kelims besteht aus der Cicim-Technik. Ein meist lockeres Gewebe, bei dem oft Schuss- und Kettfaden aus der gleichen Farbe bestehen, wird mit einem zusätzlichen Musterfaden, der meist über drei Kettfäden gelegt wird und dann auf der Rückseite liegen bleibt, bis er wieder nach der nächsten Schussreihe nach vorne geholt wird, um das Muster fortzuführen, broschiert. Das Muster ist Diagonal aufgebaut.

Auch Schlitzkelims können mit kleinen Mustern in der Cicim-Technik broschiert sein.